Anzeige:
Anzeige:

RATGEBER - Diabetes Mellitus

Das geschieht im Körper

Bei Diabetes liegt ein relativer oder absoluter Mangel an Insulin im Blutkreislauf vor. (Die Unterschiede beziehen sich auf Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes, dazu gleich mehr). Insulin ist ein Hormon, welches in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Besonders viel Insulin wird direkt nach dem Essen gebildet und in den Blutkreislauf ausgeschüttet. Von dort aus sucht es sich Andockstellen an den Wänden von Muskelzellen, Leberzellen und Fettzellen. Dockt Insulin dort an, heißt das für die Zellen: Sofort Traubenzucker (Glukose) hineinschleusen, wovon nach dem Essen ebenfalls besonders viel im Blut zirkuliert. Glukose wird als Treibstoff gebraucht, auf den jede Zelle, jeder Muskel, jedes Organ und sogar das Gehirn angewiesen ist. Fehlt der Treibstoff, wird man kraftlos, müde und niedergeschlagen. Dies geht hin bis zu Verwirrung und Bewusstlosigkeit. Auch vermehrte Wasserausscheidung und großer Durst sind Zeichen von zuviel Zucker im Blut. Gleichzeitig aber richtet der Traubenzucker im Blutkreislauf Schaden an. Er verklebt die Blutkörperchen und Blutplättchen genauso wie die dünnen Blutgefäße. Damit schädigt er auf lange Sicht die Organe genauso wie die Arterien und das Nervensystem. Deshalb erleiden Diabetiker häufig noch viele weitere Krankheiten.

Anzeige:

Das geschieht bei Typ-1-Diabetes

Beim Typ-1-Diabetes werden durch eine Autoimmunreaktion die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört. Warum dies geschieht, wissen die Forscher noch nicht genau. Sie vermuten, dass eine Ansteckung mit auf die Bauchspeicheldrüse einwirkenden Viren (pankreotrope Viren) eine krankhafte Reaktion nach sich zieht. Als auslösende Viren kommen vor allen Dingen Masern-, Mumps- und Grippeviren in Betracht. Auch allergische Reaktionen auf Nahrungsmittelbestandteile oder auf giftige Substanzen werden weiter untersucht. Beides kann bei bestimmten Personen eine so genannte Autoimmunreaktion auslösen, bei welcher körpereigene T-Zellen, also Antikörper, gegen die Inselzellen des Bauchspeicheldrüse vorgehen. Diese Inselzellenantikörper (ICA) führen schließlich zu einer vollständigen Zerstörung der Insulin bildenden Zellen. Das heißt, es kann erst immer weniger und dann gar kein Insulin produziert werden. Hier liegt also ein absoluter Mangel an Insulin vor.

Erst nachdem 80 Prozent dieser Zellen zerstört sind, tritt die Erkrankung mit ihren typischen Symptomen wie quälender Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsabnahme und Abgeschlagenheit in Erscheinung. Zwischen dem Krankheitsbeginn und dem Auftreten der ersten Symptome können Wochen, Monate oder auch Jahre vergehen. Der Krankheitsprozess schreitet fort, bis alle Inselzellen zerstört sind und kein Insulin mehr gebildet wird. Bis heute gibt es keine Möglichkeit die Krankheit zu heilen. Man kann nur die Symptome verhindern.

Das geschieht bei Typ-1-Diabetes

Beim Typ-2-Diabetes liegt die Ursache in einer angeborenen oder erworbenen Unempfindlichkeit in den Muskelzellen, Leber und Fettgewebe gegenüber Insulin, der so genannten Insulinresistenz. Diese kann durch ein langzeitig überreiches Nahrungsangebot mit erhöhter Glukosekonzentration entstehen. Durch diese permanente Überkonzentration und der damit verbundenen ständig zu hohen Insulinausschüttung nimmt die Empfindlichkeit und die Anzahl der Insulinaufnehmer (Insulinrezeptoren) an den Körperzellen ab. Das freigesetzte Insulin reicht nicht mehr aus, um den Glukoseüberschuss abzubauen. Dies veranlasst die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse zu einer erhöhten Insulinproduktion. Diese dauernde Überbeanspruchung führt letztlich zum Kollaps der insulinproduzierenden Zellen und zum relativen Insulinmangel.

Der Grund für die Insulin-Unempfindlichkeit ist eine Vermischung aus genetisch bedingtem Risiko und einem ungünstigen Lebensstil. Denn nicht bei jedem Menschen, der das genetische Risiko in sich trägt, muss die Krankheit ausbrechen. Großen Einfluss hat hierauf der Lebensstil, vor allem ein krankhaftes Übergewicht (Adipositas), Bewegungsmangel sowie ein Speiseplan mit zuviel Zucker und zuviel Fett. Diese Faktoren verstärken die Insulinunempfindlichkeit oder lösen sie sogar erst aus. Der Typ-2-Diabetes tritt daher häufig zusammen mit Übergewicht, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen auf. Man nennt diese vier Faktoren das „tödliche Quartett“ oder medizinisch das „Metabolische Syndrom“. Allerdings gibt es auch Menschen mit deutlich erkennbarem (manifestem) Typ-2-Diabetes, die gesund leben.

Der Typ-2-Diabetes entwickelt sich in der Regel im höheren Lebensalter (> 40 Jahre). Da mittlerweile auch viele Kinder und Jugendliche übergewichtig sind und sich zu wenig bewegen, gibt es in dieser Altersklasse einen besorgniserregenden Anstieg dieser Krankheit.


Aktuelle Meldungen

pixabay / StockSnap CC0
© pixabay / StockSnap CC0

11.12.2019

Sport eigenständig machen

Verkehrt ist es bestimmt nicht eigenständig Sport zu machen. Es kann sicherlich empfehlenswert sein, wenn man sich einer sportlichen Interessensgemeinschaft anschließt.


pixabay / geralt
© pixabay / geralt

10.12.2019

Der Vorteil von Erklärvideos ist branchenübergreifend erkennbar

Vom Grundaufbau her gesehen wird ein Erklärvideo zu dem Zweck produziert, um eine komplexe Sache einfach und strukturiert in kurzer Darbietung an einen kleinen oder größeren Bereich von Interessenten zu präsentieren.


pixabay / suju
© pixabay / suju

09.12.2019

Fructoseintoleranz und Gesundheit

Schnell wird man feststellen, dass Fruchtzucker in so ziemlich vielen Lebensmitteln steckt. Doch was ist eigentlich eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit?


pixabay / JerzyGorecki
© pixabay / JerzyGorecki

02.12.2019

Das Trendmittel Hyaluron

Hyaluron bzw. die Hyaluronsäure sind mittlerweile ein fester Bestandteil der Beauty Industrie und dort nicht mehr wegzudenken.


pixabay / kalhh
© pixabay / kalhh

13.11.2019

Ursachen für Haarausfall

Viele träumen von einer wallenden Mähne und davon, sich die Frisur je nach Anlass mit entsprechenden Produkten auf unterschiedlichste Art style zu können.



Newsletter Abbonieren



Aktuelles Wetter



Wissen-Gesundheit im Netz

socials




loader