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RATGEBER - Diabetes Mellitus

Diagnose durch den Arzt

Da die nicht verwertbare Glukose letztlich mit dem Urin ausgeschieden wird, ist sie hier nachweisbar. In früheren Zeiten war das Schmecken des „süßen" Urins die einzige Methode, die Überzuckerung zu erkennen. Heute kann die Zuckerkonzentration genauer gemessen werden.

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Messung des Blutzuckers: Nüchtern gemessen beträgt der Zuckerwert im Kapillarblut, zum Beispiel aus der Fingerbeere, normal 90 mg/dl, bzw. 5,04 mmol/l. Von einem erhöhten Wert spricht man bei Werten bis 110 mg/dl, bzw. 6,10 mmol/l. Diabetes liegt vor bei Werten darüber vor. Eine Möglichkeit ist es auch, den Blutzuckerwert direkt nach dem Essen zu messen. Schnellt er hier stark hoch, auf Werte über 180 mg/dl bzw. 10,0 mmol/l, ist dies ein Zeichen für einen beginnenden Diabetes, auch wenn der Nüchternblutzucker im Normalbereich liegt.

Von einem Diabetes mellitus spricht man also, wenn bei wiederholten Messungen folgende Grenzwerte des Blutzuckers überschritten werden:

  • 110 Milligramm pro Deziliter bzw. 6,1 Millimol pro Liter in nüchternem Zustand
  • 180 Milligramm pro Deziliter bzw. 10,0 Millimol pro Liter nach der Mahlzeit.

Glukosetoleranztest: Nach einer Mahlzeit ist der Glukosewert generell erhöht. Bei Diabetern schnellt der Wert allerdings höher, wie vorhin beschrieben, und er baut sich auch langsamer wieder ab. Wenn er zwei Stunden nach einer Mahlzeit immer noch erhöht ist, spricht man entweder von einem Diabetes oder von einer gestörten Glukosetoleranz, also einem beginnenden Diabetes. Eine gestörte Glukosetoleranz liegt vor, wenn der Nüchternblutzucker unter 120 mg/dl und der 2-Stunden-Blutzucker zwischen 140 und 200 mg/dl liegt.

Messung des Urins: Nieren sollten eigentlich dieEiweißart Albumin filtern und zurückhalten. Wenn die Nierenfunktion durch den Diabetes gestört ist, wird zuviel Eiweiß an den Urin abgegeben, was durch im Labor anhand des „Mikro-Albuminurie-Wertes" in den kleinsten Spuren bestimmt werden kann. Die Urinstreifen aus der Apotheke messen den „Albuminurie-Wert": Das Prinzip ist ähnlich, die Messgenauigkeit ist grober.

HbA1c-Wert

Ab einem Blutzucker von 160 bis 180 mg/dl wird die so genannte Nierenschwelle für Glukose überschritten. Jetzt beginnt der Köper, überschüssige Glukose über den Urin auszuscheiden, die hier auch nachgewiesen werden kann.
Dieser Wert gibt den Prozentanteil des mit Glukose verbundenen roten Blutfarbstoffs an. Hb steht für den roten Blutfarbstoff Hämoglobin. A1c ist die Stelle, an der die Zuckermoleküle eine chemische Reaktion eingehen. Normalerweise liegt der HbA1c-Wert bei 4 bis 6 Prozent. Je höher der Blutzuckerspiegel über einen gewissen Zeitraum ist, umso höher ist auch der HbA1c-Wert. Er ist damit ein gutes Kontrollinstrument für den Arzt, ob die Therapie gut verläuft. Denn dann sollte der HbA1c immer unter 7 Prozent, optimalerweise unter 6,5 Prozent liegen.

Ketonkörperchen, ein Produkt des Kohlehydratstoffwechsels in der Leber, können bei Diabetes ebenfalls im Urin nachgewiesen werden. Dies ist ein Zeichen dafür, dass sich die Zellen nicht mehr von Glukose ernähren, sondern stattdessen von Ketonkörperchen. Diese Ketonuriebestimmungen sind vor allem bei Stoffwechselentgleisungen angezeigt.


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