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RATGEBER - Entwässern

Übersicht über die wichtigsten pflanzlichen Aquaretika

Spargel und Petersilie

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Aus medizinischer Sicht ist das Besondere am Spargel das „Asparagin“, eine Aminosäure, die wichtig für den Harnstoffzyklus ist.

Etwa eine halbe Stunde nach dem Essen macht sich die Wirkung bemerkbar: Man verspürt einen Harndruck und beim Wasserlassen breitet sich der typische Geruch nach „Spargelurin“ aus. Denn Asparagin steigert die Zelltätigkeit der Nieren und fördert die Wasserausscheidung. Deshalb war Spargel früher ein Therapeutikum bei Nieren- und Blasenkrankheiten.

Heute sind seine wichtigsten Inhaltsstoffe wie Kaliumsalze, Saponine, Aminosäuren u. a. wissenschaftlich geprüft und gelten als besonders empfehlenswert, vor allem in der Kombination mit der ähnlich wirkenden Petersilie. In klinischen Studien an 120 Patienten zwischen 21 und 82 Jahren hat sich die Kombination in mehrfacher Hinsicht als erfolgreich erwiesen.
Nach einer achtwöchigen Behandlung sank das Körpergewicht um durchschnittlich 3,6 Kilogramm, bei schwergewichtigen Personen sogar um fast 7 Kilogramm.

Auch der Blutdruck der Testpersonen wurde durch das Asparagus-Präparat positiv beeinflusst. Er verringerte sich im Durchschnitt um 10 mmHg. Neben der hohen Wirksamkeit hoben die Mediziner insbesondere die gute Verträglichkeit und Sicherheit der untersuchten Asparagus/Petersilie-Wirkstoffkombination hervor.

Die Kombination Spargel und Petersilie ist im Frühsommer sicher frisch vom Markt zu empfehlen. Für den Rest des Jahres gibt es die Wirkstoffextrakte auch in Tablettenform in der Apotheke zu kaufen.

Birkensaft

Die Äbtissin Hildegard v. Bingen (1098-1179) empfahl das Trinken von Birkensaft bei Wassersucht und Harnverhalten. Der italienische Hofarzt Petrus Andreas Matthiolus (1500-1577) griff die Anwendung von Birkensaft bei Wassersucht auf.

Pharmakologische Untersuchungen der letzten Jahre belegen, dass getrocknete Birkenblätter bestimmter Arten die Harnmengen-Ausscheidung anregen.
Ebenso wie bei der Einnahme einer Kombination von Spargel und Petersilie bewirkt die vermehrte Wasserausscheidung im Anschluss an die Einnahme von Birkenblättern nur eine schwache Mineralsalzausschwemmung. Neben den herkömmlichen Birkenblätter-Tees wird Birkenblätter-Trockenextrakt bei entzündlichen Erkrankungen des Urogenitaltraktes und in der Ödemtherapie angewendet. 

Hauhechelwurzel, Brennnesselkraut, Wachholderbeeröl und Bohnenhülsen

Diese Mittel werden traditionell genutzt, um die Harnmenge zu erhöhen und so durchspülend zu wirken. Auch hier kommt es zu keinen nennenswerten Verschiebungen im Mineralstoffhaushalt. Empfohlen wird die Anwendung dieser Aquaretika als Arzneitee in einer Menge von 5 - 8 Tassen am Tag.

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