RATGEBER - Impfungen
Keuchhusten (Pertussis)
Keuchhusten wird durch das Bakterium Bordetella pertussis hervorgerufen.
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Der Erreger wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Das charakteristischste Symptom sind krampfartige Hustenanfälle mit Würgen und Erbrechen eines zähflüssigen Sekretes.
Gefürchtete Komplikationen sind Mittelohrentzündungen, Erstickungsanfälle, Lungenentzündungen und sogar Schädigungen des Gehirns mit Todesfolge.
An der Wende zum 20. Jahrhundert starben in den USA noch 0,5 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren an Keuchhusten. Vermutlich ist der Befall auch unter den Jugendlichen und Erwachsenen größer als bislang entdeckt.
Dies lässt sich aus einer amerikanischen Studie unter 319 Universitätsstudenten schließen (2000).
Nach den Ergebnissen ist etwa jeder vierte Student, der länger als fünf Tage unter einem Hüsteln oder einer Art Bronchitis leidet, in Wahrheit an Keuchhusten erkrankt.
Wirksamen Schutz vor der Krankheit bietet eine Impfung. Früher verabreichte man ein abgetötetes Ganzzellpräparat, welches zwar guten Schutz vermittelte, häufig aber auch starke lokale Nebenwirkungen auslöste. Heute verwendet man einen „azellulären Impfstoff“, also nur noch genau definierte Zellbestandteile.








