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RATGEBER - Aminosäuren

Die Aminosäure L-Arginin

L-Arginin wirkt indirekt schützend auf die Blutgefäße. Dies erklärt Prof. Bode-Böger in der Fachzeitschrift DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift (Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 2005): „Aus L-Arginin entsteht im Körper das Gas Stickstoffmonoxid (NO), das eine gefäßerweiternde Wirkung hat und dadurch die Durchblutung verbessert.“

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Für die Entdeckung dieser NO-Wirkung erhielten übrigens drei US-Forscher im Jahr 1998 den Medizinnobelpreis.

Ein Mangel an NO kann durch L-Arginin behoben werden, schreibt die Forscherin, die dies in mehreren Studien auch belegen konnte: „Bei gefäßkranken Patienten verbesserten Infusionen mit L-Arginin die Durchblutung“. Nur sind hierzu größere Mengen L-Arginin notwendig, als über die normale Nahrung aufgenommen aufgenommen werden kann.

L-Arginin ist unter anderem in Hülsenfrüchten, Sojabohnen und Nüssen enthalten. Auch diese Aminosäure gibt es als Nahrungsergänzungsmittel, welches jedoch vielen Menschen durch den bitteren Geschmack vergällt wird. Bei einigen Menschen kommt es auch zu Übelkeit und Durchfall.

„Im Allgemeinen ist L-Arginin jedoch gut verträglich“, versichert die Forscherin. Dennoch würde sie das Mittel derzeit noch nicht allgemein als Therapie empfehlen. Zu viele Fragen seien noch offen.

Unklar sei, wie lange die Wirkung anhalte und ob eine dauerhafte Einnahme überhaupt sinnvoll sei. Prof. Bode-Böger: „Hierzu müssen noch weitere Studien mit einer größeren Zahl von Probanden und im Vergleich zu Placebo durchgeführt werden.“

An der Medizinische Hochschule Hannover (MHH) wird jetzt in einer klinischen Studie geprüft, ob die L-Arginin die Beschwerden bei Patienten mit arterieller Verschlußkrankheit (AVK) lindert. Auch hier hatte sich zuvor im Labortest ergeben, dass die Aminosäure die Blutgefäße erweitert.

Für die dreimonatige Studie wurde eine Tablette entwickelt, die die Aminosäure in konzentrierter Form enthält. Die Hälfte der Patienten nimmt täglich 12 Gramm L-Arginin zu sich, die andere Hälfte bekommt Placebo.

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