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RATGEBER - Fasten

Volkskrankheiten und Fasten

Bluthochdruck und Heilfasten

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Bluthochdruck ist eine Wohlstands- und Alterserkrankung. Oftmals ist er bedingt durch eine falsche Ernährung. Aus diesem Grunde kann man durch ein methodisch korrektes und ärztlich angeleitetes Fasten gute Ergebnisse bezüglich der Blutdruckwerte erzielen.
Durch das viele Trinken werden die Kochsalzdepots geleert und gleichzeitig Wasser ausgeschieden. Bereits dadurch wird der Organismus entlastet und das vegetative Nervensystem positiv beeinflusst, was sich durch eine ausgeglichene Gemütslage bemerkbar macht. So entspannen sich ebenfalls Ihre Blutgefäße und der Widerstand im Gefäßsystem nimmt ab. Dadurch muss das Herz nicht mehr so stark gegen die engen Gefäße „anpumpen“. Der Blutdruck sinkt. Durch leichte sportliche Betätigung und Entspannungsübungen können Sie diese Effekte noch positiv verstärken.
Besprechen Sie auch mit Ihrem Arzt, was Sie an Ihrer Ernährungsweise für die Zeit nach dem Fasten ändern können.

Diabetes Typ2 (Alterszucker) und Heilfasten

Der Diabetes Typ2 ist im Gegensatz zu dem Typ1 oftmals durch falsche Ernährung bedingt. Nehmen Sie Nahrung zu sich, so schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus und erleichtert so die Zuckeraufnahme in die Muskulatur und das Fettgewebe. Führen Sie Ihrem Körper jedoch unnötig viel Zucker zu, so produziert Ihr Körper auch mehr Insulin. Die aufnehmenden Zellen werden aber zu Ihrem eigenen Schutz immer unempfindlicher gegenüber dem Insulin. Darüber hinaus kann es passieren, dass die Bauchspeicheldrüse mit der Hormonbildung überfordert ist und schließlich kein Insulin mehr bildet, der Blutzucker steigt an. Um all den Schäden, die durch erhöhte Zuckerkonzentrationen im Blut entstehen, entgegen zu wirken, muss dem Körper  Insulin von außen zugeführt werden.

Durch ein konsequentes Fasten und  eine Nahrungsumstellung können Sie dem Ganzen entgegen wirken: Durch das Fasten werden die Zellen wieder empfindlich gegenüber dem eigenen Insulin, die Blutfette werden wieder auf ein Normalniveau gesenkt, das Gewicht normalisiert sich, Ablagerungen in den Gefäßen werden verstärkt abgebaut und Ihr Blutdruck sinkt.
Werden Sie sich durch das Fasten bewusst, was Sie Ihrem Körper durch Nahrung Schlechtes, aber natürlich auch Gutes tun können. Verbrennen Sie überschüssige Energie und planen Sie jeden Tag wenigstens eine kleine sportliche Übung in Ihrem Tagesablauf. So erfahren Sie Ihren Körper auf ganz neue Weise.

Besonders für Diabetiker gilt: Beginnen Sie keine Fastenkur ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Rheuma und Heilfasten

Das Heilfasten hat sich auch bei den rheumatischen Gelenkerkrankungen bewährt. Durch das Fasten wird dem Körper weniger Arachidonsäure zugeführt, welches von Entzündungszellen weiter ver-
arbeitet wird und so erst als Schmerzauslöser wirken kann.

Ein weiterer Grund für die schmerzlindernde Wirkung des Fastens ist die Freisetzung von Cortison.  Dieses körpereigene Hormon hat eine entzündungs-hemmende und -abschwellende Wirkung. Deshalb kann die Dosis der schmerz-lindernden Medikamente während des Fastens oftmals reduziert werden. Doch dies sollte nur in Absprache mit Ihrem Arzt geschehen und niemals in Eigenregie. Eine speziell und korrekt durchgeführte Rheumadiät kann Ihnen auf diesem Wege wieder Beweglichkeit und Lebensqualität schenken. Eine ergänzende Einnahme von Antioxidantien oder sekundären Pflanzenstoffen kann unterstützend auf diese positiven Effekte wirken.

Vor allem für Rheumakranke, aber auch für Herz-Kreislauf-Patienten ist das gemeinsame Fasten unter ärztlicher Aufsicht gut geeignet. Ebenso für Patienten mit Stoffwechselkrankheiten, chronischen Entzündungen und Hauterkrankungen, sowie chronischen Schmerzen und psychosomatischen Störungen. Denn die Fastentherapie greift in eine Vielzahl von Stoffwechselvorgängen ein und beeinflusst sowohl verschiedene Organsysteme als auch die Psyche.

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