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RATGEBER - Folsäure

Folsäure - Schutz vor Herz-Kreislaufkrankheiten

Einer der sehr giftigen Stoffe, die im Körper beim Abbau von Eiweißen entstehen, ist die schwefelhaltige Aminosäure Homocystein.
© Evi-Fotoarchiv

Wenn sie sich im Körper anreichert, kann dies lebensgefährliche Folgen haben, denn Homocystein greift die Innenwände von Blut-, Herz- und Lymphgefäßen an. Dadurch rauen sich die ansonsten glatten Gefäßinnenwände auf, wodurch Ablagerungen begünstigt werden. Infolgedessen kann es zu einer Gefäß-“Verkalkung“ (Atherosklerose) und dem damit verbundenen Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, kommen.

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Der Zusammenhang zwischen Homocystein und Gefäßverengung ist erst seit einigen Jahren bekannt. Davor ist es Ärzten oft unverständlich gewesen, warum Menschen, die weder zuviel Blutfette noch einen erhöhten Blutdruck haben, dennoch an einer Gefäßablagerung erkranken. Heute aber gilt ein zu hoher Homocysteinspiegel als so schädlich, dass der Stoff als mindestens so gefährlicher Risikofaktor wie Cholesterin und Bluthochdruck eingestuft wird. Der Homocysteinspiegel im Blut sollte unter 10 Mikromol/Liter liegen.

Normalerweise wird Homocystein im Organismus umgehend unschädlich gemacht. Dazu braucht der Körper vor allem Folsäure, die zu den B-Vitaminen gehört. Neben Folsäure helfen auch die Vitamine B6 und B12, das Homocystein zu entsorgen. Jedes der Vitamine hat dabei seine besondere Aufgabe. Wichtig ist: Diese wasserlöslichen Vitamine müssen dem Körper von außen durch die Nahrung zur Verfügung gestellt werden.

Weit über die Hälfte der Deutschen nehmen nicht die 400 Mikrogramm Folsäure täglich auf, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt. Zu einer Unterversorgung mit Folsäure und den anderen B-Vitaminen kommt es deshalb erst recht in Lebenssituationen, die einen Mehrbedarf mit sich bringen, wie es in der Schwangerschaft und ab einem Alter von etwa 40 Jahren der Fall ist. Hat der Mensch zuwenig dieser B-Vitamine in seinem Körper, dann wird das Homocystein nicht abgebaut, sondern seine Konzentration nimmt beständig zu.


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