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RATGEBER - Heilerde

So wirkt Ton-Heilerde

Die therapeutische Wirkung der Ton-Heilerde basiert hauptsächlich auf der sehr hohen physikalischen Bindungsfähigkeit von Flüssigkeiten, Gasen und Feststoffen.

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Physikalische Wirkung
Ton-Heilerde besteht aus vielen feinen Teilchen mit einer großen Außen-Oberfläche. Weil die Teilchen innen „porös“ sind, haben sie dort ebenfalls eine große Oberfläche. Ein Gramm dieser Erde hat dadurch im trockenen Zustand je nach Qualität der Heilerde zusammengerechnet eine Oberfläche von etwa 6 bis 14 Quadratmetern. Hier befinden sich viele Bindungsstellen für Flüssigkeiten und gelöste, schädliche Substanzen. Je größer die innere und äußere Oberfläche ist, desto mehr Flüssigkeit kann aufgenommen werden (Man spricht dies bezüglich auch von einer großen Adsorptionsfähigkeit).

Zudem kommt eine weitere Besonderheit von Ton-Heilerde zum Tragen, nämlich ihre hohe Ansaugkraft (auch als hohe Kapillarwirkung bekannt). Die poröse Beschaffenheit der Heilerde kann man sich so vorstellen, dass sich das Innere der Heilerde-Teilchen aus vielen winzig kleinen Röhrchen zusammensetzt.

Aus physikalischen Gründen haben solche engen Röhren eine besondere Ansaugkraft, da sie die Flüssigkeiten richtig in sich hoch ziehen. Aufgrund dieser Wirkungsweise kann Ton-Heilerde immer dann gut eingenommen werden, wenn große Mengen an überschüssigen Stoffen gebunden werden müssen, wie z. B. überschüssige Magensäure, Gallensäure, Cholesterin oder auch Flüssigkeit bei einer Durchfallerkrankung. Auch Säure, über die Nahrung aufgenommen, etwa mit Kaffee oder Wein, kann von regelmäßig eingenommener Ton-Heilerde gebunden werden. Äußerlich ist diese Wirkweise ebenfalls hilfreich: Durch ihre große Oberfläche kann sie zusammen mit Flüssigkeiten Verdunstungskälte erzeugen. So sind feuchte Heilerde-Umschläge wohltuend bei Entzündungen und Schmerzen.

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