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RATGEBER - Ästhetisch-plastische Chirurgie

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure kommt in natürlicher Form im Bindegewebe des Körpers von Mensch und Tier vor. Sie erhält die Haut jugendlich, weil sie:
  • die Bindegewebszellen in der Haut anregt, Kollagen und andere wesentliche Substanzen zu bilden, die z. B. für die Elastizität der Haut sorgen
  • ein hohes Wasserbindungsvermögen aufweist und bewirkt, dass die Haut nicht austrocknet
  • die Versorgung der Haut mit Nährstoffen unterstützt
  • in der Lage ist, freie Radikale einzufangen, und so schädliche Umwelteinflüsse auf die Haut abzumildern.


Dadurch ist Hyaluronsäure maßgeblich an dem straffen, elastischen Erscheinungsbild junger Haut beteiligt.
Im höheren Lebensalter kommt es zu einer deutlichen Abnahme der Hyaluronsäurekonzentration in den oberen Hautschichten. Damit verbunden sind typische Kennzeichen gealterter Haut wie der Verlust der Elastizität, eine vermehrte Bildung von feinen Knitterfältchen und eine zunehmende Trockenheit der Haut.

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Hyaluronsäure ist allerdings wie auch Kollagen ein recht großes Molekül. In Cremes kann es daher nur an der Oberfläche wirken und sorgt hier für eine erhöhte Wasserbindungsfähigkeit und einen erhöhten Feuchtigkeitsanteil der oberen Hautschichten.

Es gibt jedoch eine effektivere Möglichkeit, die verjüngenden Eigenschaften der natürlichen Hyaluronsäure zu nutzen: Man kann die Substanz mit feinen Nadeln in die Haut spritzen.

Zur Hautverjüngung kann Hyaluronsäure auf zweierlei Arten eingesetzt werden:
  • Mit Hilfe der natürlichen Hyaluronsäure werden ganze Hautflächen behandelt und gewinnen dadurch wieder an Elastizität und Straffheit. Hyaluronsäure kann hier direkt an den Bindegewebszellen angreifen und die Produktion von Hyaluronsäure und Kollagen stimulieren.
  • Mit Füllsubstanzen auf der Basis von chemisch veränderter, so genannter hochvernetzter Hyaluronsäure können einzelne Falten aufgefüllt werden. Dies polstert die Haut auf, regt die Eigenbildung von Hyaluronsäure an und hat zudem sehr gute feuchtigkeitsbindende Eigenschaften.
    Neue Präparate mit speziellen quervernetzten Hyaluronsäureverbindungen ermöglichen auch eine großflächigere Unterspritzung, sodass die Haut in den behandelten Arealen insgesamt straffer wird.   
  • Neu ist auch die so genannte stabilisierte Hayluronsäure. Hier wurde eine nicht-animalische Hyaluronsäure, die also biotechnologisch durch bakterielle Gärung hergestellt  wurde, geringfügig chemisch verändert, um sie zu stabilisieren. Damit konnte die Lebensdauer im Gewebe erhöht werden. Die Wirkung von stabisilisierter Hyaluronsäure bleibt in der Regel 6 bis 12 Monate lang erhalten.
Wenn der Effekt der Behandlung nachlässt, kann sie, wie bei der Kollagenunterspritzung, wiederholt werden.

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