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Den Damenbart stoppen

Worauf Männer stolz sind, beschädigt das Ego von rund vier Millionen Frauen: Bei ihnen zeigt sich im Gesicht ein kräftiger Haarwuchs.

Besonders bei dunkelhaarigen Frauen ist er auffallend.

Und so gelten sie schnell als herb und burschikos, obwohl ihr Damenbart meist nur eine Laune der Hormone darstellt.
Durch einen erhöhten Testosteronspiegel wird das Enzym Ornithindecarboxylase (ODC) stimuliert. Aus feinem Haarflaum entwickelt sich starkes pigmentiertes Terminalhaar. Allerdings können auch genetische Ursachen sowie eine Erkrankung an den Eierstöcken den Bartwuchs bei Frauen bewirken.

Was tun? Zu Anfang einer Therapie steht eine Untersuchung durch den Hautarzt, um die Ursachen zu klären. Danach gibt es mehrere Methoden: Einmal eine hormonelle Behandlung mit den Gegenspielern der männlichen Hormone (Antiandrogene). Hier kommt es nur selten zum gewünschten Effekt und es fehlen moderne Studien.

„Obwohl vom Wirkmechanismus plausibel, liegen überzeugende Wirknachweise der Antiandrogene in modernen klinischen Studien nicht vor“, schreibt Dr. Christian Kunte von der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie an der LMU in München. Andere herkömmliche Methoden zur Symptombehandlung sind Rasieren, Wachsen und chemische Enthaarung.

„Nicht selten aber treten hierbei jedoch Schmerzen, Haarbalgentzündungen und Irritationen auf“, schreibt Kunte. Möglich sind auch die Enthaarungen durch Kosmetikerinnen mittels Elektrolyse oder Thermolyse. Aber auch hier sind Schmerzen, Haarbalgentzündungen und Irritationen möglich, ohne dass ein dauerhafter erfolg gewährt werden könnte.

Eine neue Möglichkeit bietet eine Creme, die einen Enzymblocker enthält. Diese greift direkt in den Entstehungsprozess der Gesichtsbehaarung ein. Die verschreibungspflichtige Creme mit dem Wirkstoff Eflornithin hemmt das Enzym ODC, das wesentlich für den Haarwuchs verantwortlich ist.

Die Creme wird zusätzlich zur Haarentfernung angewendet. Die Haare wachsen dadurch langsamer und feiner. Somit ist eine Haarentfernung deutlich seltener oder gar nicht mehr nötig. Die Creme wird 2-mal täglich an den betroffenen Stellen aufgetragen. Sie muss allerdings permanent angewendet werden.

In klinischen Studien wurde eine sehr gute Verträglichkeit festgestellt. Die Creme mit diesem Wirkstoff ist das erste und einzig zugelassene Medikament gegen den Damenbart.

Quellen: Hilmar Schunke: Enzymblocker Eflornithin stoppt schonend die Wachstumsgeschwindigkeit der Gesichtsbehaarung, Ästhetische Dermatologie 1/2005; C. Kunte, H. Wolff: Hirsutismus und Hypertrichosen, gyn (9) 2004. Stand: 16.03.2005 Autor: Beatrice Wagner; Stand: 16.03.2005

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