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Durchfallgefahr steigt im Herbst und Winter stark an

In den Wintermonaten ist das Immunsystem geschwächt und Viren haben Hochkonjunktur. Aber es sind keineswegs nur die bekannten Schnupfen- und Grippeviren. Auch die Zahl der Noro- und Rota-Viren steigt sprunghaft an. Sie befallen Magen und Darm.

So warnt das Robert-Koch-Institut, dass vor allem in NRW eine aggressive Noroviren-Epidemie ausbrechen könnte. Noroviren sind hochinfektiös. Sie können schwallartiges Erbrechen sowie heftige Durchfälle auslösen. Betroffen sind vor allem ältere Menschen und Kinder. Gefährlich ist das deswegen, weil sich bei den „Jungen und Alten“ der hohe Flüssigkeitsverlust schnell bemerkbar macht. In einigen Düsseldorfer Kliniken wurden schon Kinder eingeliefert, um sie vor dem Austrocknen zu schützen. Besonders stark verbreitet sich das Virus in Kindergärten, Schulen, Altenheimen und Krankenhäusern. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfchen- oder Schmierinfektion.

Seit Mitte November steigt auch die Zahl der Rotaviren-Erkrankungen in Deutschland drastisch an. Infektionen mit dem Virus können ebenfalls zu schweren Durchfallerkrankungen führen. Auch Rotaviren sind hochgradig ansteckend: Bereits zehn Viruspartikel reichen für eine Infektion aus. Ist ein Kind erkrankt, sind es kurze Zeit später häufig auch die anderen Familienmitglieder, denn in der Akutphase werden Rotaviren auch über die Atemluft ausgeschieden und verbreitet. Begünstigt wird die Weiterverbreitung der Infektion zudem dadurch, dass die Viren auf kontaminierten Oberflächen (wie Türgriffe, Lichtschalter, Wasserhähne) oder Händen lange infektionstüchtig bleiben und so einfach zu übertragen sind.

Was tun, wenn es auch jemanden in Ihrer Familie erwischt hat? Das Robert-Koch-Institut empfiehlt in solchen Fällen die allgemeinen Hygieneregeln:
Die Patienten sollen in einem eigenen Zimmer isoliert werden.
Die Erkrankten und die Kontaktpersonen sollen sich regelmäßig die Hände desinfizieren.
Eltern, die das Erbrochene ihrer Kinder beseitigen, sollten einen Mundschutz anlegen.
Bett- und Unterwäsche sollte chemisch gereinigt werden.
Zur Reinigung des Geschirrs reicht die Spülmaschine.

Als Hilfe gegen den Durchfall haben sich übrigens folgende Hausmittel bewährt: zweiter Aufguss von schwarzem Tee, Apfelschalen. Harmloses aus der Apotheke ist medizinische Hefe sowie Lactobazillen.

Und noch ein Trost: Wenn es einmal erwischt hat, der ist für diese Saison immun dagegen. Autor: Dr. Beatrice Wagner; Stand: 07.12.2006

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