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Spezial-OP lässt beide Herzkammern arbeiten

photocase.de © photocase.de

Das Herz von neugeborenen Kindern mit ernsthaftem Herzfehler, genannt hypoplastisches Linksherzsyndrom (HLHS), soll von Kardiologen des Boston Kinderhospitals nun komplett funktionsfähig werden. Durch eine "Norwood-Operation" und zusätzlichen Prozeduren, die das Heilen und Wachsen ankurbeln, soll die linke Herzkammer auch funktionstüchtig gemacht werden.

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Beim seltenen HLHS ist die linke Herzkammer nicht ausreichend entwickelt und normalerweise für die Blutzufuhr im Körper zuständig. Zunächst wird der Kreislauf stabilisiert und in weiterer Folge unter anderem eine Mitral- und Aortenklappenwiederherstellung sowie das Vorhofseptumdefekt geschlossen.

Drei OP-Schritte notwendig

"Bei dem hypoplastischen Linksherzsyndrom erfolgt eine Operation grundsätzlich in drei Schritten. Einerseits durch die Norwood-Methode bei Neugeborenen. Mit drei Monaten wird die Glenn-Operation und mit drei Jahren die Fontan-OP durchgeführt", sagt Gerald Tulzer, Arzt an der Kinderklinik Linz. "In speziellen Fällen kann die sogenannte Hybridprozedur angewendet werden, was ein kombinierter Eingriff durch einen Herzkatheter und ein Einengen beider Lungenschlagadern mit Bändchen impliziert", führt der Experte aus.

Die Beobachtungszeit ist jedoch zu kurz, um genaue Zahlen bezüglich der Lebenserwartung der Betroffenen nennen zu können. Auch die Methoden haben sich in den vergangenen Jahren geändert und verbessert, was einen Vergleich nicht möglich macht. Wenn jedoch die Operationen optimal verlaufen, haben die Betroffenen keinerlei Defizite und können im Kindes- und Jugendalter dieselbe Lebensqualität aufweisen wie gesunde Kinder.

Pränataler Eingriff kann vorbeugen

Es gibt aber auch die pränatale Intervention, die jedoch nur für einen Teil der Kinder durchführbar sind. "Die linke Herzkammer muss dafür zumindest ein wenig entwickelt sein, so dass man annehmen kann, dass sie irgendwann auch wachsen kann", sagt der Spezialist. HLHS wirke sich erst nach der Geburt aus, da vorher die linke Herzkammer durch die rechte einfach ersetzt wird. Ziel nach der Geburt ist es, die fetalen Gefäße offen zu halten und entweder die Norwood- oder die Hypbrid-Operation anzuwenden.

Beide Herzkammern sollen funktionstüchtig gemacht werden, wobei der Körperkreislauf wieder von der linken Herzkammer versorgt werden soll. Die linke Herzkammer wird dabei zum Wachsen angeregt. Sobald ein ausreichendes Wachstum erreicht wurde, kann auf zwei Herzkreisläufe zurückgekommen werden. Danach kann man durch eine Rückoperation die linke Herzkammer arbeiten lassen.

Autor: pressetext.de; Andreea Iosa (Stand: 07.11.2012)

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