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RATGEBER - Aids

Nanotechnologie

Ein neuer Therapieansatz kommt aus der Nano-Therapie. Nano bedeutet Zwerg, die Nanotherapie ist ein neuer Forschungszweig, bei dem die „allerkleinsten Dinge“ erforscht werden. Sie bezieht sich auf die Beobachtung, dass sich drei Prozent der Menschen nicht mit HIV anstecken können. Auch wenn sie Kontakt mit einem HIV-positiven Partner haben, bei dem es auch zu einem Austausch von Bluttröpfchen kommt, infizieren sich diese Menschen nicht. Warum?

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Das HI-Virus braucht zwei Rezeptoren an den T-Helferzellen, um dort anzudocken. Dies sind der CD-3- und an den CD-4-Rezeptor. Nun gibt es einige Menschen, die keine CD-4-Rezeptoren besitzen. In diesen Menschen kann sich das Virus nicht festsetzen.

Ein Forschungsschwerpunkt in der Medizin besteht nun darin, die Virusbindung an den CD-4-Rezeptor zu verhindern. Die Nanotechnologie bietet hierfür einen interessanten Forschungsansatz: die Fullerene. Dies ist die Bezeichnung für Nano-Gebilde aus Kohlenstoffatomen, welche die Form eines Fußballs einnehmen. Der Clou: Bestimmte Fullerene ähneln dem HI-Virus und können an CD-4-Rezeptoren andocken. Wenn die CD-4-Rezeptoren aber durch ein harmloses Gebilde belegt werden, kann das HI-Virus dort nicht mehr landen. Insofern könnten mit Fullerenen therapierte Menschen unempfindlich gegenüber einer Ansteckung mit HIV werden. Im Falle einer bereits erfolgten Infektion würde eine Therapie mit Fullerenen helfen, die Verbreitung des Virus im Körper zu unterbinden.


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