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RATGEBER - Migräne

Die medikamentöse Behandlung bei Spannungskopfschmerz

Gerade bei Spannungskopfschmerzen ist es sehr wichtig, zuerst alternative Behandlungsmethoden auszuprobieren, bevor man zu Medikamenten greift.

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Ganz besonders hilfreich ist es, eine Ausdauersportart zu treiben (zum Beispiel Laufen, Schwimmen, Radfahren). Bei manchen Patienten kann diese einfache Maßnahme wahre Wunder bewirken.

Weiterhin gibt es noch viele andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson oder ein Training zur Stressbewältigung. Näheres darüber finden Sie im Kapitel "Alternative Behandlungsmethoden".

Bei der medikamentösen Therapie ist es wichtig zu wissen, um welche Form des Spannungskopfschmerzes es sich handelt - die episodische und die chronische Form werden nämlich unterschiedlich behandelt.

Hilfe bei episodischem Spannungskopfschmerz

Die Medikamente, die sich als wirksam gegen die Kopfschmerzattacken des episodischen Spannungskopfschmerzes erwiesen haben, gehören zur Gruppe der so genannten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR).
Am häufigsten werden Acetylsalicylsäure und Paracetamol eingesetzt - die Dosierung sollte jeweils 500 bis 1000 mg betragen, das entspricht ein bis zwei Tabletten.

Aber auch Medikamente wie Naproxen oder Ibuprofen können hilfreich sein. Außer Naproxen sind diese Stoffe freiverkäuflich in jeder Apotheke zu erhalten.

Vor einer länger dauernden Selbstbehandlung der Kopfschmerzen ist allerdings zu warnen, da falsche oder unkontrollierte Medikamenteneinnahme leicht zur Entwicklung eines medikamenteninduzierten Dauerkopfschmerzes führen kann.

Ohne ärztliche Rücksprache sollten Schmerzmittel daher auf keinen Fall an mehr als acht Tagen pro Monat eingenommen werden.

Klassisch wirksam: Pfefferminze

Eine traditionsreiche und äußerst wirksame Alternative zu den herkömmlichen Schmerzmitteln stellt Pfefferminzöl dar.

Schon in der Antike schätzte man die Pfefferminzpflanze wegen ihrer schmerzlindernden und spannungslösenden Eigenschaften, und sie hat sich bis heute ins Zeitalter der modernen Medizin bewährt.

In klinischen Studien konnte nachgewiesen werden, dass sich die Wirkung nicht bedeutend von den üblicherweise eingesetzten Schmerzmitteln unterscheidet.

Außerdem ist Pfefferminzöl sehr kostengünstig und hat keine Nebenwirkungen.

Das Öl sollte in alkoholische Lösung getröpfelt und möglichst großflächig auf Stirn, Nacken und Schläfen gerieben werden, wobei die Augenpartie ausgespart wird.

Vorgehen beim chronischen Spannungskopfschmerz

Beim chronischen Spannungskopfschmerz dagegen gilt ein anderer Behandlungsansatz - auf Schmerzmittel wird hier komplett verzichtet.

Da der Schmerz an mindestens 15 Tagen im Monat vorhanden ist, würde man nämlich durch die ständige Gabe von Schmerzmitteln einen medikamenteninduzierten Dauerkopfschmerz provozieren.

Vielmehr wird hier vorbeugend behandelt, und zwar mit den so genannten Antidepressiva - also Mittel, die gewöhnlich gegen Depressionen eingesetzt werden.

Der Unterschied bei der Kopfschmerzbehandlung besteht darin, dass hier schon eine sehr niedrige Dosierung dieser Medikamente völlig ausreicht. Am besten wirksam sind Amitriptylin und Amitriptylinoxid, aber auch andere Antidepressiva können helfen.

Welches Präparat für den einzelnen Kopfschmerzpatienten geeignet ist, muss individuell mit dem Arzt abgesprochen werden.

Eine Behandlung mit Antidepressiva bedeutet keinesfalls, dass man Sie für psychisch krank hält. Diese Medikamente werden in der Kopfschmerztherapie eingesetzt, weil sie sich positiv auf den Serotoninspiegel in unserem Körper auswirken und damit auch das Schmerzverarbeitungssystem günstig beeinflussen - abhängig machen sie niemals.

Wissen muss man allerdings, dass sich der Behandlungserfolg ähnlich wie bei der vorbeugenden Behandlung der Migräne auch erst nach einem längeren Zeitraum einstellt.

Erst nach sechs bis acht Wochen kann man beurteilen, ob das Medikament angeschlagen hat oder ob man es mit einem anderen Präparat probieren sollte.

Insgesamt erstreckt sich die Behandlung über einen Zeitraum von sechs bis neun Monaten.

Es ist wichtig, regelmäßig ein Kopfschmerztagebuch zu führen, um den Erfolg der Behandlung richtig einschätzen zu können.

Leichte Nebenwirkungen, die in dieser Zeit vorkommen können, sind Müdigkeit, Mundtrockenheit, Schwindel oder Appetitzunahme.


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